Die Gesamtschule Berger Feld wurde im Jahre 1969 als eine von sieben Pilotschulen in Nordrhein-Westfalen gegründet. Damals hieß sie noch Gesamtschule Gelsenkirchen, da sie Angebotsschule für das ganze Stadtgebiet war. Sie erweiterte das Bildungsangebot Gelsenkirchens um eine vierte Schulform im Bereich der weiterführenden Schulen und war zugleich die einzige Ganztagsschule der Stadt.
Als damals einzige Gesamtschule in NRW begann sie gleichzeitig mit den Jahrgangsstufen 5 und 11, so dass bereits 1972 die ersten Schülerinnen und Schüler das Abitur ablegen konnten. Zunächst wurden pro Jahrgang 10 Klassen nach einem genau definierten Schlüssel aufgenommen. Die Nachfrage nach Gesamtschulplätzen war riesig. Etwa 1000 Anmeldungen pro Jahr standen 330 Plätze gegenüber.
Nach fünf Jahren in provisorischen Gebäuden in Buer-Mitte, zuletzt am Rathausplatz (7.Jahrgang), in der Breddestraße (5./6.Jahrgang), der Turmstraße (8.Jahrgang) und am Brinkgarten (Oberstufe), erfolgte 1974 der Umzug in das soeben fertig gestellte neue Schulgebäude im Berger Feld an der Adenauerallee 110 im Schatten des damals ebenfalls neu errichteten Parkstadions. Seitdem trägt die Schule den Namen Gesamtschule Berger Feld.
Der Umzug an diesen Standort im Stadtgebiet sollte gewährleisten, dass alle Kinder aus allen Stadtteilen die Schule gleichermaßen günstig erreichen konnten, da für eine gute Anbindung über Bus und Bahn gesorgt war.
Die Anmeldewünsche blieben konstant hoch und konnten ohne weitere Gründungen von Gesamtschulen nicht erfüllt werden. Zunächst erfolgte die Umwandlung des Schulzentrums Ückendorf (Gymnasium, Realschule, Hauptschule), später folgten die Gesamtschulen im Stadtteil Horst (Realschule) und Buer-Mitte (Realschule), schließlich 1998 die Evangelische Gesamtschule Bismarck (Hauptschule).
Heute werden in diesen fünf Gesamtschulen in jedem Schuljahr bis zu 30 Klassen mit durchschnittlich 29-30 Kindern aufgenommen. Dennoch müssen immer noch Kinder abgewiesen werden, denen keine Gesamtschulplätze zur Verfügung gestellt werden können.
Die Entwicklung der Gesamtschullandschaft in Gelsenkirchen blieb nicht ohne Folgen für die Gesamtschule Berger Feld. Mit den stadtteilnahen Neugründungen setzte verstärkt der Run auf diese Schulen ein. Dies und die sog. „Reizgas-Affäre" zu Beginn der 90er Jahre führten zu einem starken Anmeldungsrückgang für die Gesamtschule Berger Feld.
Dank der konsequenten, kontinuierlich aufbauenden Arbeit der Schulleitung sowie der pädagogischen Arbeit des Kollegiums zusammen mit der engagierten Elternschaft konnten nach und nach die Anmeldungszahlen wieder gesteigert werden, so dass seit dem Schuljahr 2008/2009 die Gesamtschule Berger Feld wieder die meisten Anmeldewünsche aller weiterführenden städtischen Schulen in Gelsenkirchen hat.
Diese Entwicklung hängt unmittelbar zusammen mit der Schulkonzeption und den darin zu findenden Bildungsschwerpunkten, den beiden Sportklassen und der Integrationsklasse, die in jedem neuen sechszügigen Aufnahmejahrgang gebildet werden.
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