Gesamtschule Berger Feld
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Ypern

Informationen zum Friedensprojekt

der

Gesamtschule Berger Feld in Gelsenkirchen

 

 

Das Friedensprojekt zum 1. Weltkrieg kann auf eine inzwischen elfjährige Tradition zurückblicken, und es ist fest in unserem Schulprogramm und auch im Bewusstsein derjenigen SchülerInnen verankert, die in den letzten Jahren daran teilgenommen haben.

 

Die vielleicht wichtigste Frage ist, warum sich SchülerInnen überhaupt so sehr mit einem Thema auseinandersetzen sollen, nämlich dem ersten Weltkrieg, über das bei uns in Deutschland kaum noch jemand spricht und das für sie (und auch für die meisten ihrer LehrerInnen) vermutlich so weit weg ist wie das Mittelalter.

 

Die Antwort gibt die Erfahrung der letzten Jahre. Die Schüler bekommen durch das Projekt Einblicke und sammeln Eindrücke, die weder die Lektüre von Texten noch die Vorträge von Lehrern vermitteln können.

 

Darüber hinaus greift das Projekt die geschichtliche Notwendigkeit auf, aus einer in Teilen schrecklich kriegerischen Vergangenheit zu lernen und einen wichtigen Beitrag zum Zusammenwachsen Europas zu leisten.

 

Außerdem kann es ganz unmittelbar das Gefühl für die Notwendigkeit der Beherrschung einer Fremdsprache zur Verständigung mit zunächst fremden Menschen vor Augen führen und die Fähigkeit der SchülerInnen weiter fördern, eigenständig an selbst gewählten Themen zu arbeiten.

 

Obwohl das Projekt immer weiterentwickelt wird, haben sich doch schon inzwischen drei Säulen herauskristallisiert, die es ganz wesentlich tragen:

 

  1. Die Fahrt mit den SchülerInnen des 12. Jahrganges ins belgische Ypern zur Teilnahme an den dortigen Gedenkveranstaltungen zum 1. Weltkrieg
  2. Die Begegnung mit den Menschen dort, insbesondere mit den SchülerInnen und LehrerInnen unserer Partnerschule vor Ort (Technisch Instituut Heilige Familie).
  3. Das gemeinsame Auswählen, Erarbeiten, Präsentieren und Evaluieren von Projekten,  die sich auf  ganz vielfältige Weise mit dem 1. Weltkrieg beschäftigen. Dieser Teil des Projektes wird im Geschichtsunterricht  geleistet und durch drei begleitende Workshops bzw. themenbezogene Unterrichtseinheiten im Englischunterricht (Jg.11) unterstützt.

 

Der Besuch in Ypern ist genauso wichtig wie die vor- bzw. nachbereitende Arbeit in der Schule in Form von Projekten.

Die Schüler arbeiten dabei in Gruppen an selbst gewählten Themen, die alle Bezüge zum 1. Weltkrieg haben. Es bilden sich Teams von jeweils drei bis vier SchülerInnen, die sich ihr konkretes Thema selbst wählen, es sich eigenständig erarbeiten und innerhalb eines vorgegebenen Zeitrahmens in geeigneter Form präsentieren.

Nach der Präsentation der Projekte werden diese besprochen und bewertet. Die gefundenen Noten gehen dann in die Halbjahresnote für das Fach Geschichte ein.

 

Bis 2004 war das Ypernprojekt ein fächerverbindendes Projekt, in dem die Schüler in ihrer Arbeit immer Inhalte von zwei Fächern, z.B. Geschichte und Englisch oder Psychologie und Deutsch, miteinander verknüpften.

Die vorbereitende Arbeit fand allerdings hauptsächlich im Englischunterricht statt, in dem Sachtexte, zeitgenössische Gedichte sowie Romane und Dramen zum 1. Weltkrieg erarbeitet wurden.

Unter den Bedingungen des Zentralabiturs kann dieses Vorhaben im Fach Englisch nicht mehr geleistet werden, da eine ausführliche thematische Vorbereitung nicht mehr mit den Vorgaben in Einklang zu bringen ist.

Die Vorgaben für Geschichte sehen aber den 1. Weltkrieg ausdrücklich vor, und deshalb ist das Projekt auch dort angesiedelt worden.

 

Dennoch hat das Projekt nicht seinen enorm hohen Stellenwert verloren, was nicht zuletzt die Schüler-rückmeldungen der letzten Jahre gezeigt haben. Sie haben nämlich bewiesen, dass das Ypernprojekt zu den wirklich nachhaltigen Projekten gehört, das den Horizont aller an ihm Beteiligten in sehr positiver Weise erweitert hat.

 

 

Für das Projektteam

 

 

Detlev Kmuche / Thomas Ronge

 

... weitere Informationen finden Sie unter:


http://www.gelsenzentrum.de/suchprojekt_mihrmeister.htm oder

http://www.derwesten.de/nachrichten/staedte/gelsenkirchen/2007/7/9/news-955237/detail.html

 
 

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