Projekttag Esterwegen – eine Zeitreise in die deutsche Geschichte



Am 29.09.2015 reisten wir von der Gesamtschule Berger Feld mit den Grundkursen der Q2 nach Esterwegen im Emsland, wo uns ein Tag in der Gedenkstätte des ehemaligen KZ erwartete. Zunächst wurden wir von den Gruppenleitern, Frau Mithöfer und Herr Ausländer, freundlich empfangen., mit den wir dann den gesamten Tag in zwei Gruppen verbrachten.


Nach näheren Informationen zum Ablauf des Tages und zur Gedenkstätte, bekamen wir zum näheren Verständnis der Situation der Gefangenen im KZ alle ein Aufgabenblatt über jeweils unterschiedliche Personen, zu deren beispielhafte Biografie und ihren Leidensweg wir in der Dauerausstellung arbeiteten. Nach dem Mittagessen, bei denen sich einige Mitschüler bereits eifrig über die gemachten Eindrücke austauschten, guckten wir als Einstieg in die darauf folgende Gruppenarbeit zusammen einen Film über die weitgehend verdrängenden Reaktionen der Einwohner Esterwegens zum KZ in den 1960er Jahren.

Danach beschäftigte sich eine Gruppe mit eben dem Umgang mit dem KZ nach 1945, eine weitere Gruppe behandelte das „Moorsoldatenlied“ und die dritte Gruppe erkundete das Außengelände, welches auf zum Teil abstrakte Weise das ehemalige KZ nachstellt. Nach einiger Bearbeitungszeit fanden wir uns im Plenum zusammen und trugen die jeweiligen Arbeitsergebnisse vor. Schließlich erläuterte die Expertengruppe zum Außengelände das dort umgesetzte Konzept der Gedenkstätte. Gehölzgruppen stellen dort heute die Standorte und Größe der ehemaligen Baracken dar, während der Untergrund im Gefangenenbereich durch Lavagestein gebildet wird. Der ehemalige Aufseherbereich ist durch Rasenflächen und lockere Baumgruppen gestaltet. Das gesamte Lagergelände ist von mächtigen Eisenwänden mit einem riesigen Eingangsportal umgeben.


Zum Schluss besuchten wir noch das benachbarte Kloster Esterwegen, in welchem wir in einer interreligiösen Andacht einen ruhigen Abschluss fanden, den Tag Revue passieren lassen konnten der Opfer der NS-Zeit gedachten.

Alles zusammen war es ein spannender Tag, allerdings recht lang. Wir würden die Gedenkstätte Esterwegen weiter empfehlen mit der Verbesserung, das Programm auf zwei Tage aufzuteilen, um dort noch intensiver arbeiten zu können. Außerdem haben wir die Anregung, als Weiterführung auch ein weiteres KZ zu besuchen, z.B. Auschwitz, in dem die Atmosphäre der damaligen Zeit noch näher zu spüren ist, wie die bedrückenden Gefühle von Hunger und Tod, und somit eine stärkere emotionale Vermittlung der Geschehnisse entstehen kann.

Wir bedanken uns beim Aktuellen Forum, den Mitarbeitern der Gedenkstätte und bei unseren Lehrern für die Organisation des Projekttages, außerdem bei der Volksbank Ruhr-Mitte eG für die großzügige finanzielle Unterstützung.

Simone Matusek und Alina Todzi