Projekt migration 

Das Projekt „Migration“ ist in der Einführungsphase angesiedelt. Es gliedert sich inhaltlich eng an den Kernlehrplan, der in den ersten Wochen des Schuljahres den Schwerpunkt „Fremdsein in historischer Perspektive“ setzt.
Die Schülerinnen und Schüler spiegeln an einem Projekttag die im Kursunterricht erarbeiteten historischen Hintergründe der Migration des 19. und 20. Jahrhunderts an ihrer eigenen Migrationsgeschichte. Die Ergebnisse ihrer Forschungen und Untersuchungen sollen in Form einer kleinen Ausstellung dokumentiert werden.

Im großen Kontext des Friedensprojekts unserer Schule soll die Arbeit an der Migrationsgeschichte nach der Auseinandersetzung mit Migration und ihren Ursachen den Blick öffnen für Fragen von Integration und friedlichem gesellschaftlichen Miteinander.

VORBEREITUNG
Im Unterricht findet die inhaltliche Aufbereitung der historischen Hintergründe statt. Dabei geht es v.a. um die polnische Immigration am Ende des 19. Jh. und die Einwanderungsphase nach dem 2. Weltkrieg aus dem europäischen Ausland (insbes. Italien, Türkei). Bis zum Projekttag sollte die inhaltliche Aufbereitung abgeschlossen sein.

DURCHFÜHRUNG
In den jeweiligen Kursen wird das Projekt vorgestellt. Die SuS bereiten sich vor, indem sie zu Hause ihre Eltern und Großeltern über die eigene Familiengeschichte befragen. Im Rahmen der Arbeit sollte auch die Frage der (gelungenen) Integration / Voraussetzungen für eine gelingende Integration aufgeworfen werden. Idealerweise findet sich auch hierzu eine Gruppe, die dazu eine Ausarbeitung erstellt.
Es bilden sich im Vorfeld Kleingruppen, die jeweils eine Biographie vorstellen und mit historischem Faktenwissen unterfüttern sollen. Dabei können inhaltlich ähnliche Geschichten (z.B. zwei türkische SuS) zusammengefasst werden. Eine Kleingruppe sollte nicht mehr als vier SuS umfassen. Es kann auch allein gearbeitet werden.
Die Lehrkraft orientiert sich darüber, welche historischen Bereiche abgedeckt werden sollen und stellt (gerne mit meiner Hilfe) ggf. Zusatzmaterial bereit. Handelt es sich beispielsweise um Nachkommen von Vertriebenen oder Aussiedlern, kann über die Internetseite der Bundeszentrale für politische Bildung (bpb.de) eine angemessene Grundlage geschaffen werden. Nicht alle müssen ihre Geschichte präsentieren. Wer seine eigene Geschichte nicht thematisieren möchte, kann als Lieferant für historisches Faktenwissen einer anderen Gruppe zugeordnet sein.

Am Projekttag findet eine kurze Einführung statt, anschließend sichten die Kleingruppen ihr Material und beginnen mit der Erstellung der Dokumentationsmaterialien: Fotos, Texte, die die individuellen Geschichten beschreiben und dazu flankierend Hintergrundmaterial. Fehlende Informationen werden durch die Informationsseiten der Bundeszentrale für politische Bildung aufbereitet. Die Präsentationen erfolgen in Form eines Museumsgangs, den einzelne SuS bei Bedarf erläuternd begleiten können.

ERGEBNISSICHERUNG
Idealerweise entstehen Plakat- / Ausstellungswände, auf denen das historische Hintergrundwissen genauso wie Einzelbeispiele dokumentiert werden. Ausstellungsort könnte die Bibliothek sein.